Der Beckenboden, diese unauffällige, aber umso wichtigere Muskelgruppe, spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Beckenorgane und der Blasenkontrolle. Allzu oft vernachlässigt, verdient er dennoch besondere Aufmerksamkeit, vor allem angesichts kleinerer Beschwerden wie Harnträufeln, die mit dem Alter, einer Schwangerschaft oder nach einer Geburt auftreten können. Zum Glück kann das Training des Beckenbodens durch einfache und zugängliche Übungen, insbesondere die bekannten Kegel-Übungen, den Lebenskomfort erheblich verbessern und Harninkontinenz vorbeugen. Zu entdecken, wie und warum man den Beckenboden stärken sollte, ist eine gesunde Maßnahme für ein besseres tägliches Leben.
Der Artikel in Kürze
Praktische und wirksame Lösungen existieren, um den Beckenboden zu straffen und kleine unangenehme Harnprobleme im Alltag zu begrenzen.
- Wesentliche Stärkung: Den Beckenboden zu trainieren unterstützt Blase und Beckenorgane
- Geeignete Übungen: Kegel und andere einfache Bewegungen, die überall durchgeführt werden können
- Empfohlene Regelmäßigkeit: Mehrere Tägliche Sitzungen für dauerhafte Ergebnisse
- Nützliche Beratung: Gesundheitsfachkräfte führen bei der Beckenbodengymnastik an
Sich um den Beckenboden zu kümmern bedeutet, seinen Körper besser zu leben und Harnträufeln wirksam vorzubeugen.
Den Beckenboden trainieren: die Becken-Gesundheit stärken, um Harnträufeln vorzubeugen
Der Beckenboden, oft unbekannt, ist dennoch ein wertvoller Alltagshelfer. Er stützt die Blase, die Gebärmutter bei Frauen und das Rektum und spielt eine Schlüsselrolle bei der Harnkontrolle. Wenn er an Spannkraft verliert, sind die ersten sichtbaren Zeichen oft Harnträufeln, ein Hinweis auf die Schwäche des Beckenbodens. Diese Muskelgruppe verlangt deshalb regelmäßige Aufmerksamkeit, insbesondere nach Ereignissen wie Schwangerschaft oder operativen Eingriffen. Über die Vorbeugung von Harnträufeln hinaus trägt die Straffung des Beckenbodens auch zu einer besseren Gesamt-Haltung und einem wiedergewonnenen intimen Komfort bei.

Wie erkennt man die Beckenbodenmuskeln, bevor man beginnt?
Um ein effektives Muskeltraining zu starten, muss man zunächst wissen, welche Muskeln angesprochen werden sollen. Das bedeutet, man muss die Zone spüren, die man anspannt, um den Harndrang zurückzuhalten, ohne die Gesäßmuskeln oder die Bauchmuskeln anzuspannen. Es ist ein präzises Gefühl, eine feine Kontraktion, die man isoliert ausführen muss, während man ruhig atmet. Dieses Bewusstsein ist unverzichtbar, damit die Beckenbodenübungen gezielt und wirksam sind.
Kegel-Übungen: der Klassiker zum Straffen des Beckenbodens
Die Kegel-Übungen werden sowohl von Frauen als auch von Männern gerne eingesetzt und lassen sich leicht zu Hause, überall und ohne Geräte durchführen. Die Methode basiert auf kontrollierten Kontraktionen des Beckenbodens, gefolgt von Entspannungen. Bei Frauen werden sie häufig nach einer Schwangerschaft oder in der Menopause empfohlen. Bei Männern verbessern sie die Blasenkontrolle, besonders nach einer Prostataoperation.
- In Rückenlage sanft fünf Sekunden anspannen, dann zehn Sekunden entspannen.
- Im Sitzen aufrecht machen, um Alltagssituationen zu simulieren.
- Im Stehen zur Gegenkraft-Beanspruchung der Muskeln.
Es ist wichtig, natürlich weiterzuatmen und nicht nach unten zu drücken, um gegenteilige Effekte zu vermeiden.
Die Vorteile eines gestärkten Beckenbodens im Alltag
Den Beckenboden zu trainieren bedeutet vor allem, Harninkontinenz vorzubeugen und Beschwerden durch Tröpfeln zu begrenzen. Doch das ist nicht alles. Eine gute Spannkraft verbessert den Komfort beim Intimverkehr, stützt die Beckenorgane gegen einen Organabstieg und hilft, eine ausgewogene Haltung zu bewahren. Diese Spannkraft spielt auch eine Rolle bei der Vorbeugung von Rückenschmerzen.
Weitere Übungen für ein umfassendes Beckenbodentraining integrieren
Über die Kegel hinaus ergänzen verschiedene Bewegungen die Routine für eine effektive Beckenbodenrehabilitation:
| Übung | Dauer/Wiederholungen | Hauptvorteil | Material |
|---|---|---|---|
| Kegels | 3 Sätze à 10 Kontraktionen/Tag | Strafft Schließmuskeln und Beckenbodenmuskeln | Keines |
| Hypopressive Bauchübungen | 10–15 Minuten | Reduziert den Bauchinnendruck | Yoga-Matte |
| Beckenbrücke | 3 Sätze à 15 Wiederholungen | Stärkt Beckenboden und Gesäßmuskulatur | Keines |
| Zwerchfellatmung | 5 Minuten | Aktiviert sanft den Beckenboden | Keines |
| Bauchmuskelstabilisation | 30-45 Sek. x 3 | Stabilität und tiefenmuskulärer Tonus | Matte |
Die Bedeutung der Regelmäßigkeit für die Blasenkontrolle
Ein kräftiger Beckenboden entsteht nicht an einem Tag: Wiederholung und Ausdauer sind wichtiger als Intensität. Drei bis vier Trainingseinheiten täglich, jeweils mit etwa zehn langsamen und kontrollierten Kontraktionen, bauen eine dauerhaft gute Muskelspannung auf. In der Regel sind erste sichtbare Erfolge nach drei bis sechs Wochen spürbar. Für Menschen, die mehr Schwierigkeiten haben, wird die Konsultation eines Gesundheitsfachmanns, wie einer Hebamme oder Physiotherapeutin, als empfohlenes Verfahren für eine persönliche Betreuung angesehen.
Zur Vertiefung des Themas und zur Entdeckung spezifischer Übungen für Frauen bietet der Link zu exercices périnée femme eine Fülle an nützlichen Informationen. Ebenso sind die Vorbeugung von Harnträufeln und das Erlernen gezielter Übungen gut dargestellt auf exercices périnée fuites urinaires.
Was sind die Anzeichen eines geschwächten Beckenbodens?
Zu den Anzeichen gehören Harnträufeln, ein Gefühl von Schwere im Becken, Schwierigkeiten die Blase zu kontrollieren und manchmal ein Organabsenkung.
Wie lange dauert es, bis man die Wirkung der Kegel-Übungen sieht?
Die ersten Ergebnisse zeigen sich in der Regel nach 3 bis 6 Wochen bei regelmäßiger Anwendung, etwa 3 bis 5 Mal pro Woche.
Kann man Beckenbodenübungen nach der Geburt machen?
Ja, das wird sogar empfohlen. Die Beckenbodenrehabilitation nach der Geburt beginnt oft 6 bis 8 Wochen nach der Entbindung nach ärztlicher Empfehlung.
Ist es möglich, während der Beckenbodenrehabilitation Inkontinenzprodukte zu tragen?
Ja, das Tragen von Schutzprodukten ermöglicht eine ungehinderte Übungsausführung und reduziert den Stress aufgrund von Harnträufeln.
Welche Fehler sollte man bei Beckenbodenübungen vermeiden?
Man sollte das Anhalten des Atems vermeiden, ebenso wie das Anspannen der Bauch- oder Gesäßmuskeln, das Nach-unten-Drücken oder das Ausführen zu intensiver Übungen.





